Strom ist in Österreich so teuer wie lange nicht – ein typischer Haushalt mit rund 3.500 kWh Jahresverbrauch zahlt aktuell im Schnitt etwa 31 Cent pro kWh inklusive Netz, Abgaben und Steuern.
Gleichzeitig liegt der Stromverbrauch je nach Haushaltsgröße schnell zwischen 2.000 und über 4.000 kWh pro Jahr. Jeder nicht verbrauchte Kilowattstunde schont daher Ihre Geldbörse und das Klima.
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Das Gute: Im Haushalt steckt ein enormes Einsparpotenzial, ohne dass Sie auf Komfort verzichten müssen. Mit effizienten Geräten, ein paar angepassten Gewohnheiten und einem cleveren Strompreisvergleich können Sie Ihren Stromverbrauch deutlich senken.
Wie viel Strom & Geld kann kann ich sparen?
Die folgenden Orientierungswerte helfen Ihnen, Ihren eigenen Verbrauch und das Sparpotenzial besser einzuordnen:
| Thema | Typischer Wert 2025 | Bedeutung für Ihr Stromsparen |
|---|---|---|
| Durchschnittlicher Strompreis Haushalt | Rund 31 Cent/kWh bei ca. 3.500 kWh Jahresverbrauch (inkl. Netz, Abgaben, Steuern; je nach Bundesland ca. 26–37 Cent/kWh) | Jede eingesparte Kilowattstunde bringt sofort spürbare Euro-Beträge, insbesondere bei hohen Verbräuchen oder teuren Bestandsverträgen. |
| Durchschnittlicher Stromverbrauch 4-Personen-Haushalt | Je nach Wohnform ca. 2.600–2.900 kWh/Jahr in einer Wohnung und ca. 3.800–4.250 kWh/Jahr im Einfamilienhaus (ohne elektrische Warmwasserbereitung) | Wer deutlich darüber liegt, hat meist gutes Einsparpotenzial über effizientere Geräte und Verhaltensänderungen. |
| Stromverbrauch bei optimaler Effizienz | Zum Beispiel 4-Personen-Haushalt: „Optimalwert“ etwa 1.900–2.900 kWh/Jahr (ohne elektrische Warmwasserbereitung) | Zeigt, dass sich durch gezielte Effizienzmaßnahmen oft 20–40 % Strom einsparen lassen – ohne Einbußen beim Wohnkomfort. |
| Stromfresser im Haushalt | Kühlgeräte, Waschen/Trocknen, Kochen/Backen, Unterhaltung/IT, Beleuchtung und ggf. elektrische Warmwasserbereitung oder Heizung | Wer genau dort ansetzt, erzielt die größten Effekte – insbesondere bei 24/7 laufenden Geräten und hoher Leistungsaufnahme. |
| Einsparpotenzial durch Anbieterwechsel | Ein 4-Personen-Haushalt mit rund 4.400 kWh kann durch einen Stromanbieterwechsel oft über 200 € pro Jahr sparen | Stromsparen im Haushalt und ein aktiver Strompreisvergleich ergänzen sich ideal und verstärken Ihre Einsparungen. |
Strom sparen im Haushalt: 81 Tipps in 10 Bereichen
Die folgenden Stromspartipps sind in zehn Bereiche gegliedert. Zu jedem Bereich erhalten Sie zuerst eine kurze Einordnung in 3–4 Sätzen und anschließend eine Liste konkreter Maßnahmen. Viele Tipps lassen sich ohne Investition sofort umsetzen – andere sind bei der nächsten Geräteanschaffung oder Wohnungsanpassung hilfreich.
1. Allgemeine Strategien & Planung
Mit ein paar einfachen organisatorischen Schritten legen Sie den Grundstein fürs Stromsparen: Wer seinen Verbrauch kennt, kann gezielt handeln. Indem Sie Stromfresser identifizieren, Verträge regelmäßig prüfen und klare Regeln im Haushalt vereinbaren, vermeiden Sie viele versteckte Kosten. Nutzen Sie außerdem Hilfsmittel wie Smart Meter, Energiemessgeräte und schaltbare Steckdosen, um Ihren Alltag bequem, aber effizient zu gestalten.
- Tipp 1: Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihren Stromverbrauch, indem Sie Jahresabrechnungen vergleichen, Smart-Meter-Portale nutzen oder regelmäßig Zählerstände notieren.
- Tipp 2: Messen Sie einzelne Geräte oder Steckdosen mit einem Energiekostenmessgerät und erstellen Sie eine Liste der größten Stromfresser in Ihrem Haushalt.
- Tipp 3: Nutzen Sie mindestens einmal im Jahr einen Strompreisvergleich und prüfen Sie, ob ein Tarif- oder Anbieterwechsel spürbare Einsparungen bringt.
- Tipp 4: Vereinbaren Sie im Haushalt einfache Regeln wie „Licht aus beim Verlassen des Raumes“ oder „Geräte ganz ausschalten statt Standby“ und erinnern Sie sich gegenseitig daran.
- Tipp 5: Wenn Sie eine Photovoltaikanlage haben, verschieben Sie möglichst viele große Verbraucher (Waschmaschine, Geschirrspüler) in die Tagesstunden mit hoher Eigenerzeugung.
- Tipp 6: Setzen Sie Zeitschaltuhren und schaltbare Steckdosenleisten ein, damit Geräte automatisch abgeschaltet werden, wenn sie sicher nicht benötigt werden.
- Tipp 7: Beziehen Sie bei Neuanschaffungen immer die Energieeffizienz und die geschätzten Jahresverbräuche in Ihre Kaufentscheidung mit ein, nicht nur den Anschaffungspreis.
- Tipp 8: Planen Sie ein- bis zweimal im Jahr einen kurzen „Energie-Check“, bei dem Sie Einstellungen, Gewohnheiten und Verträge überprüfen und gegebenenfalls anpassen.
2. Beleuchtung
Beleuchtung ist oft der schnellste und günstigste Ansatzpunkt zum Stromsparen, weil sich viele Maßnahmen sofort umsetzen lassen. Mit LED-Lampen, kluger Tageslichtnutzung und Bewegungsmeldern senken Sie den Verbrauch deutlich, ohne auf Komfort zu verzichten. Wenn Licht gezielt dort eingesetzt wird, wo es wirklich gebraucht wird, steigt gleichzeitig auch die Wohnqualität.
- Tipp 9: Ersetzen Sie nach und nach alle Glüh- und Halogenlampen durch LED-Lampen – sie benötigen bei gleicher Helligkeit nur einen Bruchteil der Energie.
- Tipp 10: Gewöhnen Sie sich an, beim Verlassen eines Raumes konsequent das Licht auszuschalten, und installieren Sie wenn sinnvoll Bewegungsmelder.
- Tipp 11: Nutzen Sie Tageslicht optimal, indem Sie Vorhänge und Jalousien tagsüber öffnen und Arbeitsplätze möglichst in Fensternähe einrichten.
- Tipp 12: Setzen Sie auf gezielte Arbeitsplatzbeleuchtung mit Schreibtisch- oder Leselampen, statt den gesamten Raum über starke Deckenlampen zu erhellen.
- Tipp 13: Installieren Sie dimmbare Leuchten oder Lampen mit mehreren Helligkeitsstufen, um das Licht immer an den Bedarf anpassen zu können.
- Tipp 14: Rüsten Sie Außenbeleuchtungen mit Dämmerungssensoren oder Zeitschaltuhren aus, damit sie nur bei Dunkelheit und bei Bedarf brennen.
- Tipp 15: Verwenden Sie LED-Lichterketten und Dekobeleuchtung mit sehr geringer Leistungsaufnahme und begrenzen Sie deren Einsatz auf einige Stunden am Abend.
- Tipp 16: Statten Sie selten genutzte Räume wie Keller, Dachboden oder Garage mit wenigen, sparsamen LED-Leuchten statt vielen Lampen aus.
3. Küche & Kochen
In der Küche läuft besonders viel elektrische Leistung zusammen – vom Herd bis zum Geschirrspüler. Wer mit Deckel kocht, Restwärme nutzt und den Geschirrspüler optimal belädt, spart täglich Energie ein. Moderne Geräte, Eco-Programme und ein bewusster Umgang mit Backrohr, Wasserkocher und Mikrowelle sorgen dafür, dass Genuss und Effizienz Hand in Hand gehen.
- Tipp 17: Kochen Sie möglichst immer mit Deckel und verwenden Sie Töpfe, die exakt zur Größe der Herdplatte passen.
- Tipp 18: Erhitzen Sie Wasser für Tee, Kaffee oder Pasta im Wasserkocher und füllen Sie nur so viel Wasser ein, wie Sie tatsächlich brauchen.
- Tipp 19: Schalten Sie Herdplatten und Backrohr einige Minuten vor Ende der Garzeit aus und nutzen Sie die Restwärme.
- Tipp 20: Verwenden Sie Umluft im Backofen, um mehrere Ebenen gleichzeitig zu nutzen, und verzichten Sie auf Vorheizen, wenn das Rezept es nicht zwingend verlangt.
- Tipp 21: Nutzen Sie Schnellkochtöpfe oder gut schließende Töpfe für Eintöpfe und Kartoffeln, um Garzeiten und Energieverbrauch zu verringern.
- Tipp 22: Öffnen Sie den Backofen während des Betriebs so selten wie möglich, da bei jedem Öffnen viel Wärme entweicht.
- Tipp 23: Greifen Sie für kleine Mengen lieber zu Toaster, Mikrowelle oder Minibackofen, statt den großen Backofen anzuwerfen.
- Tipp 24: Schalten Sie Küchengeräte wie Kaffeemaschinen oder Küchenmaschinen nach dem Gebrauch komplett aus, anstatt sie in Bereitschaft zu lassen.
- Tipp 25: Beladen Sie den Geschirrspüler immer möglichst voll und wählen Sie sparsame Eco-Programme.
- Tipp 26: Lassen Sie das Geschirr nach Programmende an der Luft trocknen, indem Sie die Tür einen Spalt öffnen, statt eine energieintensive Trocknungsphase zu nutzen.
- Tipp 27: Vermeiden Sie langes Spülen unter heißem, laufendem Wasser und nutzen Sie lieber den Geschirrspüler oder ein gefülltes Spülbecken.
- Tipp 28: Planen Sie Kochaktionen so, dass Sie einen bereits aufgeheizten Ofen für mehrere Speisen nacheinander nutzen können.
4. Kühl- & Gefriergeräte
Kühl- und Gefriergeräte sind rund um die Uhr in Betrieb und gehören deshalb zu den wichtigsten Stellschrauben beim Stromsparen. Die richtige Temperatur, gute Belüftung und intakte Dichtungen reduzieren den Verbrauch spürbar, ohne dass Sie auf Komfort verzichten müssen. Bei sehr alten Geräten lohnt sich oft ein kritischer Blick: Ein moderner Kühlschrank kann Jahr für Jahr deutlich weniger Strom benötigen.
- Tipp 29: Stellen Sie den Kühlschrank auf etwa 5–7 °C und den Gefrierschrank auf rund −18 °C ein – kälter kostet meist deutlich mehr Strom.
- Tipp 30: Öffnen Sie Türen von Kühl- und Gefriergeräten nur kurz und überlegen Sie vor dem Öffnen, was Sie benötigen.
- Tipp 31: Lassen Sie warme Speisen erst auf Raumtemperatur abkühlen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen.
- Tipp 32: Tauen Sie ältere Gefriergeräte regelmäßig ab, sobald sich eine sichtbare Eisschicht bildet.
- Tipp 33: Halten Sie Lüftungsgitter frei und sorgen Sie für ausreichend Abstand zur Wand, damit die Abwärme gut abgeführt werden kann.
- Tipp 34: Stellen Sie Kühlschrank oder Gefriertruhe nicht direkt neben Herd, Heizkörper oder andere starke Wärmequellen.
- Tipp 35: Kontrollieren Sie regelmäßig die Türdichtungen und tauschen Sie poröse oder beschädigte Dichtungen aus.
- Tipp 36: Prüfen Sie bei Geräten, die älter als 10–15 Jahre sind, ob sich ein Austausch gegen ein modernes, effizientes Gerät wirtschaftlich lohnt.
5. Waschen, Trocknen & Bügeln
Beim Waschen und Trocknen entscheidet vor allem die richtige Programmauswahl darüber, wie viel Energie verbraucht wird. Niedrige Temperaturen, Eco-Programme und volle Trommeln sind die besten Freunde Ihrer Stromrechnung. Wer zusätzlich den Trockner nur gezielt einsetzt und das Bügeln reduziert, spart gleich mehrfach Energie.
- Tipp 37: Beladen Sie die Waschmaschine so, dass sie gut gefüllt, aber nicht überladen ist – halbleere Trommeln verschwenden Energie.
- Tipp 38: Waschen Sie Alltagswäsche überwiegend bei 30–40 °C und nutzen Sie sparsame Programme.
- Tipp 39: Verzichten Sie auf Vorwäsche, außer bei stark verschmutzter Arbeitskleidung.
- Tipp 40: Nutzen Sie den Wäschetrockner nur, wenn es wirklich nötig ist, und trocknen Sie Wäsche nach Möglichkeit auf der Leine oder am Wäscheständer.
- Tipp 41: Wenn Sie einen Trockner verwenden, setzen Sie auf ein Gerät mit Wärmepumpentechnologie und reinigen Sie Flusensieb sowie Kondensator regelmäßig.
- Tipp 42: Schleudern Sie Wäsche mit möglichst hoher Drehzahl, damit sie schneller trocknet und der Trockner weniger Arbeit hat.
- Tipp 43: Hängen Sie Kleidung ordentlich auf und schütteln Sie sie gut aus, um den Bügelaufwand zu verringern.
- Tipp 44: Planen Sie Waschtage, an denen Sie mehrere Ladungen hintereinander waschen, statt immer wieder einzelne kleine Waschgänge zu starten.
6. Bad & Warmwasser
Warmwasser ist in vielen Haushalten ein versteckter Stromtreiber, vor allem bei elektrischen Boilern. Kurze Duschen, Spar-Duschköpfe und sinnvolle Temperatureinstellungen senken den Energiebedarf deutlich. Mit isolierten Leitungen, reparierten Armaturen und bewusstem Umgang mit Warmwasser schützen Sie gleichzeitig Klima und Geldbörse.
- Tipp 45: Duschen Sie möglichst statt zu baden – eine kurze Dusche braucht deutlich weniger Warmwasser als ein Vollbad.
- Tipp 46: Verkürzen Sie die Duschzeit bewusst, schalten Sie das Wasser beim Einseifen ab und vermeiden Sie unnötig heiße Temperaturen.
- Tipp 47: Schließen Sie beim Zähneputzen oder Einseifen den Wasserhahn, statt das Wasser laufen zu lassen.
- Tipp 48: Stellen Sie elektrische Boiler oder Untertischgeräte so ein, dass sie hygienisch, aber nicht unnötig heiß laufen, und nutzen Sie Zeitschaltuhren.
- Tipp 49: Isolieren Sie zugängliche Warmwasserleitungen, damit weniger Wärme auf dem Weg zu den Entnahmestellen verloren geht.
- Tipp 50: Stellen Sie Einhebelmischer in der Grundstellung auf kalt, damit bei kurzem Öffnen nicht automatisch Warmwasser bereitet wird.
- Tipp 51: Für kleine Wassermengen ist oft der Wasserkocher oder ein Topf effizienter als das Aufheizen eines großen Boilers.
- Tipp 52: Reparieren Sie tropfende Armaturen oder undichte Spülkästen rasch, um Wasser- und Energieverluste zu vermeiden.
7. Unterhaltung & IT
Fernseher, Konsolen, Router und Co. sind oft viele Stunden am Tag in Betrieb – oder im Standby. Wer Geräte wirklich ausschaltet, Energiesparmodi nutzt und alte Stromfresser ersetzt, kann einige hundert Kilowattstunden pro Jahr einsparen. Auch kleine Gewohnheitsänderungen, etwa beim Streaming oder beim Umgang mit Ladegeräten, summieren sich über das Jahr zu einem spürbaren Effekt.
- Tipp 53: Schalten Sie Fernseher, Spielekonsolen und andere Unterhaltungselektronik nach Gebrauch vollständig aus und trennen Sie sie über Steckerleisten vom Netz.
- Tipp 54: Wählen Sie bei Neukauf die Bildschirmgröße mit Bedacht und achten Sie auf energieeffiziente Geräte.
- Tipp 55: Aktivieren Sie bei Fernseher, Computer und Laptop Energiesparmodi und stellen Sie kurze automatische Standby-Zeiten ein.
- Tipp 56: Reduzieren Sie die Helligkeit von Monitoren und Displays auf ein angenehmes Maß.
- Tipp 57: Schalten Sie WLAN-Router, Repeater und Netzwerkfestplatten nachts oder bei längerer Abwesenheit ab, sofern keine wichtigen Dienste davon abhängen.
- Tipp 58: Ersetzen Sie sehr alte Set-Top-Boxen, Receiver oder Hi-Fi-Geräte, die im Betrieb oder Standby viel Strom verbrauchen, durch sparsamere Varianten.
- Tipp 59: Ziehen Sie Ladegeräte nach dem Laden aus der Steckdose und vermeiden Sie es, mehrere Geräte dauerhaft am Ladekabel zu lassen.
- Tipp 60: Schalten Sie Fernseher oder Musik ab, wenn niemand aktiv zusieht oder zuhört, statt sie als permanente Hintergrundberieselung laufen zu lassen.
8. Heizen, Kühlen & Lüften (elektrisch)
Elektrische Heiz- und Kühlgeräte verbrauchen sehr viel Energie, wenn sie dauerhaft oder falsch eingesetzt werden. Mit intelligenter Steuerung, Stoßlüften und guten Verschattungslösungen halten Sie Räume komfortabel, ohne die Stromrechnung explodieren zu lassen. Besonders wichtig ist, diese Geräte nur dort und dann zu betreiben, wo und wann Sie sie wirklich benötigen.
- Tipp 61: Nutzen Sie elektrische Direktheizgeräte wie Radiatoren oder Heizlüfter nur punktuell und zeitlich begrenzt, nicht als Dauerheizung.
- Tipp 62: Senken Sie die Raumtemperatur leicht ab und greifen Sie lieber zu Pullover oder Decke – schon ein Grad weniger kann viel Energie sparen.
- Tipp 63: Schließen Sie Türen zwischen warmen und kühleren Räumen, damit elektrische Heizgeräte nur die tatsächlich genutzten Bereiche erwärmen.
- Tipp 64: Lüften Sie kurz und kräftig mit weit geöffneten Fenstern und schalten Sie Heizgeräte in dieser Zeit ab.
- Tipp 65: Setzen Sie im Sommer eher auf Ventilatoren als auf Klimaanlagen; falls eine Klimaanlage nötig ist, wählen Sie ein effizientes Gerät und nutzen Sie es sparsam.
- Tipp 66: Nutzen Sie Jalousien, Rollläden und Vorhänge als Sonnenschutz, damit sich Räume gar nicht erst stark aufheizen.
- Tipp 67: Steuern Sie elektrische Fußbodenheizungen und Infrarotpaneele über Zeitschaltprogramme, die sich an Ihrem Tagesablauf orientieren.
- Tipp 68: Lassen Sie bei Wärmepumpen-Einstellungen wie Heizkurve oder Vorlauftemperatur eine Fachperson prüfen, ob sie zu Ihrem Gebäude passen.
- Tipp 69: Setzen Sie Infrarotheizungen nur in gut gedämmten Räumen und gezielt für bestimmte Nutzungszeiten ein.
- Tipp 70: Achten Sie darauf, dass keine Möbel direkt vor elektrischen Heizkörpern stehen und prüfen Sie Fenster- und Türdichtungen auf Zugluft.
9. Büro & Homeoffice
Im Homeoffice laufen oft mehrere Geräte gleichzeitig und über viele Stunden – ein großes Einsparpotenzial. Mit effizienten Laptops, konsequenten Standby-Einstellungen und abschaltbaren Steckdosenleisten senken Sie den Verbrauch deutlich. Ein gut geplanter Arbeitsplatz mit viel Tageslicht spart zusätzlich Strom für Beleuchtung.
- Tipp 71: Nutzen Sie, wenn möglich, einen Laptop statt eines Desktop-PCs, da dieser in der Regel weniger Strom verbraucht.
- Tipp 72: Schalten Sie Drucker, Scanner und andere Peripheriegeräte nur ein, wenn Sie sie wirklich brauchen, und trennen Sie sie danach wieder vom Netz.
- Tipp 73: Richten Sie an Computer und Laptop automatische Energiesparfunktionen ein, damit sich Bildschirm und Gerät bei Inaktivität rasch in den Standby versetzen.
- Tipp 74: Verwenden Sie Dockingstationen oder Steckerleisten mit Schalter, um den gesamten Arbeitsplatz am Ende des Tages mit einem Klick stromlos zu machen.
- Tipp 75: Überlegen Sie bei Videokonferenzen, ob die Kamera dauerhaft eingeschaltet sein muss, und deaktivieren Sie sie, wenn keine Bildübertragung nötig ist.
- Tipp 76: Positionieren Sie den Schreibtisch so, dass Sie möglichst viel Tageslicht nutzen können und tagsüber selten künstliche Beleuchtung benötigen.
10. Sonstiges & Smart Home
Im Haushalt verstecken sich zahlreiche weitere Stromquellen, vom Aquarienfilter bis zur alten Gefriertruhe im Keller. Wenn Sie diese systematisch durchgehen, alte Geräte hinterfragen und Smart-Home-Lösungen gezielt nutzen, holen Sie zusätzliche Einsparreserven heraus. Regelmäßige Wartung und ein jährlicher Blick auf Verbrauch und Kosten helfen, die Erfolge sichtbar zu machen und dranzubleiben.
- Tipp 77: Setzen Sie Smart-Home-Lösungen gezielt ein, um Beleuchtung, Heizung und einzelne Steckdosen über Zeitpläne oder Sensoren zu steuern.
- Tipp 78: Prüfen Sie sehr alte Geräte wie Gefriertruhen, Pumpen oder Aquarien-Technik und entscheiden Sie, ob ein Austausch oder das Abschalten sinnvoll ist.
- Tipp 79: Warten und reinigen Sie Haushaltsgeräte regelmäßig – entkalkte Wasserkocher, saubere Filter und intakte Dichtungen arbeiten effizienter.
- Tipp 80: Vergleichen Sie einmal im Jahr Stromverbrauch und Kosten mit den Vorjahren und freuen Sie sich über erreichte Einsparungen, um Motivation zu sammeln.
- Tipp 81: Starten Sie eine Stromspar-Challenge im Haushalt und machen Sie Erfolge sichtbar. Hängen Sie z.B. einen Monatsplan oder eine einfache Verbrauchskurve (Zählerstände pro Woche) gut sichtbar an den Kühlschrank. Markieren Sie gemeinsam erreichte Ziele – etwa eine bestimmte kWh-Einsparung – und belohnen Sie sich mit etwas Schönem, das kein zusätzliches CO₂ verursacht (z.B. ein gemeinsamer Spieleabend). So bleibt das Thema Stromsparen positiv besetzt und alle im Haushalt machen motivierter mit.
Strom sparen & Strompreisvergleich kombinieren
Unsere Tipps helfen Ihnen, Ihren Verbrauch zu senken – doch der Preis pro Kilowattstunde bleibt ein zweiter, mächtiger Hebel. In Österreich können Haushalte je nach Verbrauch und Region durch einen Stromanbieterwechsel oft mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.
Besonders sinnvoll ist es, zuerst die größten Stromfresser im Haushalt zu reduzieren und dann mit einem Tarifvergleich den verbleibenden Verbrauch möglichst günstig einzukaufen. So verbinden Sie Effizienz im Alltag mit einem fairen Strompreis und holen das Maximum aus Ihren Sparbemühungen heraus.
FAQ: Strom sparen im Haushalt
Wie viel Strom verbraucht ein typischer Haushalt in Österreich?
Abhängig von Haushaltsgröße und Wohnform liegt der Stromverbrauch ohne elektrische Warmwasserbereitung grob zwischen etwa 1.500 kWh (1-Personen-Wohnung) und 4.000 kWh oder mehr (4-Personen-Einfamilienhaus). Wird Warmwasser ebenfalls elektrisch bereitet, kommen oft mehrere hundert bis über tausend Kilowattstunden pro Jahr dazu. Diese Richtwerte helfen, den eigenen Verbrauch besser einzuordnen.
Welche Geräte sind die größten Stromfresser im Haushalt?
Zu den größten Verbrauchern zählen Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschine und Trockner, Geschirrspüler, Elektroherd und Backofen, Unterhaltungselektronik sowie bei vielen Haushalten elektrische Warmwasserbereitung und elektrische Heizgeräte. Besonders relevant sind Geräte, die dauerhaft laufen oder hohe Leistungen über längere Zeit aufnehmen.
Bringt es wirklich etwas, Geräte vom Standby zu trennen?
Ja, vor allem bei älteren Geräten kann der Standby-Verbrauch über das Jahr deutlich ins Gewicht fallen. Mehrere Fernseher, Receiver, Konsolen, Router und Ladegeräte summieren sich schnell auf viele Kilowattstunden pro Jahr. Mit schaltbaren Steckdosenleisten und klaren Routinen lassen sich diese „versteckten“ Verbräuche einfach reduzieren.
Ab wann lohnt sich der Austausch alter Geräte?
Besonders bei sehr alten Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen oder Trocknern kann sich ein Austausch lohnen, wenn das Gerät häufig genutzt wird. Moderne Geräte mit hoher Effizienzklasse verbrauchen teils nur halb so viel Energie wie Vorgängermodelle. Ein Vergleich des geschätzten Jahresverbrauchs auf dem Energielabel mit dem eigenen Strompreis zeigt schnell, ob sich der Tausch rechnet.
Wie kann ich meinen Stromverbrauch laufend kontrollieren?
Nutzen Sie Smart-Meter-Portale, Energiespar-Checks der Energieagenturen oder einfache Tabellen, in denen Sie Zählerstände monatlich notieren. So erkennen Sie Trends und sehen, ob Maßnahmen wie der Austausch eines Geräts tatsächlich Wirkung zeigen. Bei stark schwankenden oder unerwartet hohen Werten lohnt sich eine gezielte Suche nach Stromfressern mit einem Messgerät.
Lohnt sich ein Stromanbieterwechsel trotz Sparmaßnahmen?
Ja, denn Effizienz im Haushalt und günstige Tarife ergänzen sich ideal. Wer weniger verbraucht, profitiert trotzdem von einem niedrigeren Preis pro Kilowattstunde und kann so seinen Jahresbetrag zusätzlich reduzieren. Ein regelmäßiger Tarifvergleich ist in Österreich ein wichtiger Baustein, um das vorhandene Sparpotenzial voll auszuschöpfen.
Sind Smart-Home-Steckdosen und Zeitschaltuhren wirklich sinnvoll?
Richtig eingesetzt können Smart-Home-Steckdosen und Zeitschaltuhren helfen, Routinen zu automatisieren und Geräte nicht unnötig laufen zu lassen. Besonders bei Standby-Verbrauchern, elektrischen Heizgeräten oder Beleuchtung lassen sich so viele kleine Einsparungen erzielen. Wichtig ist, die Systeme einfach und übersichtlich zu halten, damit sie tatsächlich im Alltag genutzt werden.
Quellen
Quellen (Auswahl)
- E-Control. (n.d.). Was kostet eine kWh Strom? E-Control. https://www.e-control.at/konsumenten/strom/strompreis/was-kostet-eine-kwh
- Stromrechner.at. (2025). Was kostet eine kWh Strom – Strompreis in Österreich 2025. Stromrechner.at. https://www.stromrechner.at/was-kostet-eine-kwh
- Stromrechner.at. (n.d.). Stromkostenrechner – Stromverbrauch & Kosten berechnen. Stromrechner.at. https://www.stromrechner.at/stromverbrauch-berechnen
- Verbund AG. (n.d.). Stromverbrauch im Haushalt. VERBUND. https://www.verbund.com/de/privat/themenwelten/wissenswertes/stromverbrauch-im-haushalt
- Wirtschaftskammer Österreich. (n.d.). Home Office / Haushalt: Energie effizient nutzen. WKO.at. https://www.wko.at/netzwerke/infopoint-energie-haushalt
- klimaaktiv. (2025). Stromfresser waren gestern: Effiziente Geräte im Haushalt [Broschüre]. Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK). https://www.klimaaktiv.at/fileadmin/Bibliothek/Publikationen/2025_Stromfresser_waren_gestern_Energiesparen.pdf
- klimaaktiv. (n.d.). Tipps zum Energiesparen im Haushalt. klimaaktiv. https://www.klimaaktiv.at/private/energiesparen
- E-Control. (n.d.). Energiespar-Tipps für Haushalte. E-Control. https://www.e-control.at/energiespartipps-und-energieberatung
- durchblicker GmbH. (n.d.). Stromverbrauch im Haushalt berechnen. durchblicker.at. https://durchblicker.at/stromverbrauch
- Wiener Netze GmbH. (n.d.). Energie sparen. Wiener Netze. https://www.wienernetze.at/energie-sparen
- Republik Österreich. (2025, 20. Juni). Energie und Ressourcen sparen im Alltag – ein Überblick. Österreich.gv.at. https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/umwelt_und_klima/energie_und_ressourcen_sparen/energie_und_ressourcen_sparen_im_alltag_ein_ueberblick
















