Wie viel Heizkosten pro Monat sind normal? – Österreich

Seit dem Ende der Strompreisbremse mit 31.12.2024 zahlen Haushalte in Österreich wieder den vollen vertraglich vereinbarten Strompreis, gleichzeitig sind die Netzentgelte 2025 spürbar gestiegen.

Besonders für Haushalte, die mit Strom heizen (Elektroheizung, Infrarot, Wärmepumpe), stellt sich aktuell die Frage: Was ist bei den monatlichen Heizkosten noch „normal“ – und ab wann zahle ich deutlich zu viel?

Dieser Ratgeber richtet sich an Haus- und Wohnungsbesitzer:innen in Österreich, deren Heizung ganz oder teilweise auf Strom basiert. Sie bekommen:

  • Orientierungswerte, was bei Stromheizungen pro Monat realistisch ist.
  • Beispiele und Rechenwege, mit denen Sie Ihre eigenen Heizkosten prüfen können.
  • Erklärungen, warum gerade bei Stromheizungen ein Stromanbieterwechsel enorm viel Geld sparen kann.
  • Konkrete Sparstrategien und 5 kompakte Tipps zum Stromsparen beim Heizen.

Alle Angaben sind Näherungswerte und können Ihre individuelle Situation nicht exakt abbilden – sie helfen aber, die eigene Rechnung kritisch zu prüfen und Sparpotenziale zu erkennen.

Strompreise & Heizkosten in Österreich

In Österreich liegen Haushaltsstrompreise 2025 – inklusive Energiepreis, Netzentgelten, Steuern und Abgaben – im Schnitt bei rund 30–32 Cent pro kWh. Je nach Netzgebiet und Tarif bewegen sich die Preise ungefähr zwischen 26 und 37 Cent pro kWh. Zwischen Standardprodukten der Grundversorger und günstigen Alternativtarifen gibt es teils Unterschiede von mehreren Cent pro kWh.

Typische Richtwerte für den jährlichen Stromverbrauch (ohne Heizung und Warmwasser) sind:

  • 1-Personen-Haushalt: ca. 1.500–2.000 kWh/Jahr
  • 3-Personen-Haushalt: ca. 3.500–4.000 kWh/Jahr

Wer zusätzlich mit Strom heizt, liegt oft deutlich darüber – je nach Gebäudezustand und Heizsystem sind Gesamtverbräuche von 6.000 bis 15.000 kWh pro Jahr keine Seltenheit.

Direkte Elektroheizungen (Radiatoren, Heizlüfter, einfache Konvektoren) wandeln jede Kilowattstunde Strom eins zu eins in Wärme um – es gibt keinen Effizienzbonus wie bei Wärmepumpen. Da Strom pro kWh deutlich teurer ist als Gas oder Holz, ist Heizen mit Strom in vielen Fällen die teuerste Heizvariante.

Was ist bei Heizkosten „normal“? Orientierungswerte für Stromheizungen

Was „normal“ ist, hängt vor allem von vier Faktoren ab:

  • Größe der Wohnung / des Hauses in Quadratmetern (m²)
  • Heizwärmebedarf des Gebäudes (kWh/m²a – aus dem Energieausweis)
  • Art der Heizung (Stromdirektheizung vs. Wärmepumpe)
  • Tatsächlicher Strompreis pro kWh

Für den Heizwärmebedarf gelten in Österreich grobe Richtwerte (Stand 2025):

  • Unsanierter Altbau: ca. 150–250 kWh/m²a oder mehr
  • Durchschnittlicher Bestand / normaler Neubau: ca. 70–100 kWh/m²a
  • Neubau guter Standard: ca. 50–70 kWh/m²a
  • Niedrigenergiehaus: ca. 20–40 kWh/m²a

Rechenlogik für die Heizkosten mit Stromdirektheizung:

  • Heizwärmebedarf (kWh/m²a) × Wohnfläche (m²) = Heizstrombedarf pro Jahr (kWh)
  • Heizstrombedarf (kWh) × Strompreis (€/kWh) = Heizkosten pro Jahr
  • Heizkosten pro Jahr ÷ 12 = Heizkosten pro Monat

Beispieltabelle: 70-m²-Wohnung mit Stromdirektheizung (31 Cent/kWh)

In der folgenden Tabelle wird ein Strompreis von 0,31 €/kWh angenommen (realistischer Mittelwert für 2025).

GebäudestandardHeizwärmebedarf
(kWh/m²a)
Heizstrombedarf
pro Jahr (kWh)
Heizkosten/Jahr
(ca.)
Heizkosten/Monat
(ca.)
Niedrigenergiehaus352.450ca. 760 €ca. 60–65 €/Monat
Neubau guter Standard503.500ca. 1.085 €ca. 90 €/Monat
Normaler Neubau / guter Bestand704.900ca. 1.519 €ca. 125–130 €/Monat
Unsanierter Altbau15010.500ca. 3.255 €ca. 270 €/Monat

Interpretation: Liegen Ihre monatlichen Heizkosten mit Stromheizung in einer 70-m²-Wohnung deutlich über 250–300 €, obwohl Sie „normal“ heizen, spricht vieles für ein ineffizientes Gebäude, ein ineffizientes Heizsystem, einen teuren Tarif – oder alles zusammen.

Ursachen & Zusammenhänge: Warum Stromheizungen oft teuer sind

1. Strom ist pro kWh teurer als Gas oder Holz

Strom ist – auf die Kilowattstunde heruntergebrochen – in der Regel deutlich teurer als Gas oder Holz. Das bedeutet: Jede für das Heizen eingesetzte Kilowattstunde Strom schlägt sich stärker auf der Rechnung nieder als dieselbe Energiemenge aus Gas oder Pellets.

2. Direkte Elektroheizungen ohne Effizienzbonus

Direktheizungen (Radiatoren, Heizlüfter, einfache Konvektoren) wandeln 1 kWh Strom nahezu verlustfrei in 1 kWh Wärme um. Das ist technisch effizient – aber ökonomisch nachteilig, weil jede Kilowattstunde Strom teuer eingekauft werden muss. Ein „Multiplikator-Effekt“ wie bei Wärmepumpen fehlt.

3. Wärmepumpen: Effizienter, aber strombasiert

Wärmepumpen nutzen Umweltenergie (Luft, Erde, Wasser) und erreichen bei typischen Betriebsbedingungen Leistungszahlen (COP) von etwa 3 oder mehr. Das bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden rund 3 kWh nutzbare Wärme. In unsanierten oder schlecht gedämmten Altbauten mit hohen Vorlauftemperaturen verschlechtert sich dieser Wert, wodurch der Strombedarf steigt.

4. Gebäudestandard & Energieausweis

Der Heizwärmebedarf aus dem Energieausweis (kWh/m²a) ist der entscheidende Hebel. Altbauten kommen oft auf 100–200 kWh/m²a oder mehr, neue Gebäude liegen häufig deutlich darunter. Je schlechter die Energieklasse (Richtung F–G), desto höher die notwendigen Heizkosten – unabhängig vom Energieträger.

5. Nutzerverhalten: Temperatur & Lüften

Erfahrungswerte aus Energieberatungen zeigen: 1 °C höhere Raumtemperatur bedeutet rund 6 % mehr Energieverbrauch. Außerdem geht bei dauerhaft gekippten Fenstern viel Wärme verloren. Stoßlüften bei heruntergeregelter Heizung ist daher ein wichtiger Faktor beim Stromsparen – speziell bei Stromheizungen.

Heizkosten selbst berechnen: Verbrauch & Kosten abschätzen

Um beurteilen zu können, ob Ihre Heizkosten „normal“ sind, sollten Sie Ihren tatsächlichen Heizstromverbrauch kennen oder zumindest grob abschätzen.

Schritt 1: Stromverbrauch ermitteln

  • Jahresabrechnung prüfen: Viele Anbieter führen den Jahresverbrauch in kWh aus. Bei Kombistarifen ist die Heizung nicht immer separat ausgewiesen, der Gesamtverbrauch liefert aber einen guten Anhaltspunkt.
  • Zählerstände vergleichen: Wenn Sie einen eigenen Heizstromzähler (z. B. für die Wärmepumpe) haben, können Sie diesen exakt ablesen.
  • Leistungsangaben nutzen: Bei Einzelgeräten (Infrarotpaneel, Radiator) können Sie überschlagen: Leistung in kW × Betriebsstunden pro Tag × Heiztage pro Jahr = Stromverbrauch pro Jahr in kWh.

Schritt 2: Mit aktuellem Strompreis multiplizieren

Nehmen Sie Ihren tatsächlichen Arbeitspreis pro kWh (inklusive Netzkosten, Abgaben und Steuern). Im Österreichschnitt liegt dieser 2025 etwa bei rund 31 Cent/kWh, regional etwas darunter oder darüber.

Beispielrechnung: 70-m²-Wohnung, Neubau-Standard, Stromdirektheizung

Angenommen:

  • Wohnfläche: 70 m²
  • Heizwärmebedarf: 70 kWh/m²a (normaler Neubau/Bestand)
  • Strompreis: 0,31 €/kWh

Rechnung:

  1. 70 kWh/m²a × 70 m² = 4.900 kWh Heizstrombedarf/Jahr
  2. 4.900 kWh × 0,31 €/kWh = 1.519 € Heizkosten/Jahr
  3. 1.519 € ÷ 12 ≈ 126 € Heizkosten/Monat

Liegt Ihr realer Wert deutlich darüber (z. B. 220–300 € pro Monat für eine ähnlich große und gut gedämmte Wohnung), ist das ein starkes Signal, dass Tarif, Gebäude oder System optimiert werden sollten.

Lösungen & Strategien: Heizkosten mit Strom senken

1. Stromanbieterwechsel – der wichtigste Hebel bei Stromheizungen

Seit dem Wegfall der Strompreisbremse ist der Energiepreis am Markt wieder voll wirksam. Zwischen Grundversorgungstarifen und günstigen Alternativangeboten liegen teils Unterschiede von mehreren Cent pro kWh. Schon 3–5 Cent Differenz machen bei 8.000–10.000 kWh Heizstrom mehrere hundert Euro pro Jahr aus.

Offizielle Stellen und Konsumentenschützer empfehlen, regelmäßig den Tarifkalkulator der E-Control und Vergleichsportale zu nutzen:

  • Der Anbieterwechsel ist kostenlos.
  • Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim bisherigen Versorger.
  • Die Versorgung wird dabei nicht unterbrochen.

Gerade wer mit Strom heizt, profitiert überproportional von einem Wechsel, weil der Heizanteil den größten Teil des Stromverbrauchs ausmacht.

2. Gebäudesanierung & Dämmung

Je niedriger der Heizwärmebedarf (kWh/m²a), desto weniger Heizenergie wird benötigt – unabhängig vom Heizsystem. Maßnahmen wie Fassadendämmung, Fenstertausch, Dach- und Kellerdeckendämmung können den Heizwärmebedarf von Altbauten drastisch reduzieren. Das senkt direkt den Stromverbrauch und die Heizkosten.

3. Heizsystem optimieren

  • Von Direktheizung zu Wärmepumpe: Wo es technisch möglich ist, kann ein Umstieg die Heizstrommenge deutlich reduzieren, weil aus 1 kWh Strom mehrere kWh Wärme werden.
  • Modernere Elektroheizungen wählen: Infrarotheizungen und moderne Speicherheizungen können – bei richtiger Auslegung und Regelung – effizienter eingesetzt werden als simple Radiatoren.
  • Steuerung & Zonenheizung nutzen: Raumthermostate, Zeitprogramme und App-Steuerungen helfen, nur dort zu heizen, wo es wirklich nötig ist.

4. Kombination mit Photovoltaik

Wer über genügend Dachfläche verfügt, kann einen Teil des Heizstroms – insbesondere für die Wärmepumpe – über eine Photovoltaikanlage decken. Eine klug geplante Kombination aus PV, eventuell Stromspeicher und effizienter Heizung kann die Abhängigkeit vom Strommarkt langfristig reduzieren.

Fünf kompakte Tipps zum Stromsparen beim Heizen

  • 1 °C kühler heizen: Senken Sie die Raumtemperatur um 1 Grad – das reduziert typischerweise den Heizenergiebedarf um rund 6 %.
  • Richtig lüften: Mehrmals täglich Stoßlüften (5–10 Minuten Fenster ganz auf) und währenddessen die Heizung zurückdrehen, statt Fenster dauerhaft zu kippen.
  • Heizflächen freihalten: Stellen Sie keine Möbel direkt vor Infrarotpaneele oder Heizkörper und verdecken Sie diese nicht mit Vorhängen – so gelangt mehr Wärme in den Raum.
  • Undichtigkeiten schließen: Dichtungsbänder, Rollläden und schwere Vorhänge helfen, Wärmeverluste über Fenster und Türen zu reduzieren – besonders nachts.
  • Stromtarif optimieren: Vergleichen Sie regelmäßig Tarife, prüfen Sie Neukundenangebote und überlegen Sie – falls möglich – einen speziellen Heizstromtarif.

Praxisbeispiele: Was zahlen typische Haushalte mit Stromheizung?

Die folgenden Beispiele geben ein Gefühl dafür, in welchen Größenordnungen sich Heizkosten mit Strom bewegen können. Es wird wieder mit einem Strompreis von 0,31 €/kWh gerechnet.

Beispiel 1: 50-m²-Niedrigenergie-Wohnung, Stromdirektheizung

  • Heizwärmebedarf: 45 kWh/m²a
  • Heizstrombedarf: 45 × 50 = 2.250 kWh/Jahr
  • Heizkosten: 2.250 × 0,31 € ≈ 697,50 € pro Jahr
  • Heizkosten pro Monat: ca. 55–60 €

Beispiel 2: 70-m²-unsanierter Altbau, Stromdirektheizung

  • Heizwärmebedarf: 150 kWh/m²a
  • Heizstrombedarf: 150 × 70 = 10.500 kWh/Jahr
  • Heizkosten: 10.500 × 0,31 € ≈ 3.255 € pro Jahr
  • Heizkosten pro Monat: ca. 270 €

Beispiel 3: 120-m²-Einfamilienhaus, Wärmepumpe (COP 3)

  • Heizwärmebedarf: 70 kWh/m²a → 70 × 120 = 8.400 kWh Wärmebedarf/Jahr
  • Wärmepumpe mit COP 3: Strombedarf ≈ 8.400 ÷ 3 = 2.800 kWh/Jahr
  • Heizkosten: 2.800 × 0,31 € ≈ 868 € pro Jahr
  • Heizkosten pro Monat: ca. 70–75 €

Dieses Beispiel zeigt: Dieselbe Gebäudequalität, aber eine effiziente Wärmepumpe kann die Heizkosten im Vergleich zur Stromdirektheizung auf rund ein Drittel reduzieren – der Effekt eines günstigen Stromtarifs kommt zusätzlich voll zur Geltung.

Expert:innen-Einschätzungen zu Stromheizungen & Anbieterwechsel

  • E-Control (Regulierungsbehörde): Hebt hervor, dass Haushalte nach dem Auslaufen der Strompreisbremse ihre Tarife aktiv prüfen sollten und empfiehlt den Einsatz des offiziellen Tarifkalkulators.
  • Arbeiterkammer Österreich: Betont, dass der Anbieterwechsel kostenlos ist, regelmäßig mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen kann und bei hohen Energiekosten ein schneller Hebel zur Entlastung ist.
  • Vergleichsportale (z. B. durchblicker): Zeigen in Auswertungen, dass Haushalte 2025 im Schnitt mehrere hundert Euro pro Jahr durch einen Stromanbieterwechsel sparen konnten – bei sehr hohem Verbrauch (z. B. Stromheizung) auch deutlich mehr. Unser Partner tarife.at hilft beim einfachen Strompreis Vergleich und Wechsel.
  • Tarifportale (z. B. tarife.at): Weisen auf große Preisunterschiede zwischen Grundversorgung und alternativen Tarifen hin und empfehlen, Verträge regelmäßig zu überprüfen.
  • Energieversorger und Beratungsstellen: Unterstreichen, dass Heizen mit Strom in vielen Fällen die teuerste Heizvariante ist und deshalb mit Gebäudesanierung, effizienter Technik und einem passenden Tarif kombiniert werden sollte.

FAQ

Wie viel Heizkosten pro Monat sind bei einer Elektroheizung in einer 70-m²-Wohnung „normal“?

Als grobe Orientierung gilt: In einem gut gedämmten Neubau mit Stromdirektheizung sind bei aktuellen Preisen um 31 Cent/kWh etwa 80–130 € Heizkosten pro Monat typisch. In einem unsanierten Altbau können es für dieselbe Wohnfläche 200–300 € oder mehr sein. Liegen Ihre Kosten dauerhaft deutlich darüber, sollten Sie Gebäudezustand, Heizsystem, Nutzungsverhalten und vor allem den Stromtarif kritisch prüfen.

Warum sind Stromheizungen oft teurer als Gas- oder Pelletheizungen?

Strom ist pro Kilowattstunde deutlich teurer als Gas oder Holz, und viele Stromdirektheizungen arbeiten ohne Effizienzbonus: 1 kWh Strom entspricht ungefähr 1 kWh Wärme. Gas- und Pelletheizungen nutzen günstigere Brennstoffe, Wärmepumpen vervielfachen die eingesetzte Stromenergie. Dadurch steigen die Kosten bei Stromheizungen besonders stark, wenn Strompreise oder Verbrauch zunehmen.

Ab wann sind meine Heizkosten zu hoch?

Ihre Heizkosten gelten als auffällig hoch, wenn sie deutlich über den typischen Orientierungswerten für Gebäudezustand und Wohnfläche liegen oder wenn Sie trotz hoher monatlicher Acontobeträge jedes Jahr hohe Nachzahlungen leisten müssen. In solchen Fällen sollten Sie Verbrauch, Energieausweis, Heizsystem und Stromtarif prüfen und gegebenenfalls eine Energieberatung in Anspruch nehmen.

Lohnt sich ein Stromanbieterwechsel, wenn ich mit Strom heize?

Ja, besonders dann. Je höher Ihr Heizstromverbrauch, desto stärker wirkt sich jeder Cent Preisunterschied pro kWh aus. Schon 3–5 Cent Unterschied bedeuten bei 8.000–10.000 kWh Heizstrom mehrere hundert Euro Ersparnis pro Jahr. Ein Tarifvergleich und gegebenenfalls ein Anbieterwechsel sind bei Stromheizungen einer der wichtigsten Hebel zur Kostensenkung.

Wie kann ich meinen Stromverbrauch fürs Heizen selbst messen?

Am genauesten ist ein eigener Heizstromzähler, der regelmäßig abgelesen wird. Alternativ können Sie den Gesamtstromverbrauch mit Vorjahreswerten vergleichen, Zwischenzähler für einzelne Heizgeräte einsetzen oder Näherungsrechnungen über Leistung, tägliche Betriebsstunden und Anzahl der Heiztage anstellen. Viele Energieberatungsstellen verleihen Messgeräte zur Verbrauchsbestimmung.

Was ist ein guter Strompreis pro kWh in Österreich 2025?

Ein „guter“ Strompreis hängt von Ihrem Netzgebiet, Tarifmodell, der Grundgebühr und Vertragsbedingungen ab. Grob bewegt sich der Marktrahmen 2025 für Haushalte zwischen etwa 26 und 37 Cent/kWh inklusive Netzentgelten und Abgaben. Ob ein Angebot für Sie passend ist, zeigt am besten ein Vergleich im offiziellen Tarifkalkulator und bei mehreren Tarifportalen.

Welche Rolle spielt der Energieausweis bei der Einschätzung meiner Heizkosten?

Der Energieausweis liefert mit dem Heizwärmebedarf in kWh/m²a eine zentrale Kennzahl für die zu erwartenden Heizkosten. In Verbindung mit der Wohnfläche und dem Strompreis können Sie daraus eine grobe Kostenschätzung für eine Stromheizung ableiten. Weichen Ihre realen Kosten deutlich nach oben ab, liegt wahrscheinlich ein Optimierungsbedarf bei Nutzung, Technik oder Tarif vor.

Ist eine Infrarotheizung günstiger als andere Elektroheizungen?

Infrarotheizungen können in gut gedämmten Räumen oder bei zonenweiser Beheizung effizient arbeiten, weil sie vorrangig Flächen und Personen erwärmen. In schlecht gedämmten Gebäuden oder bei Dauerbetrieb heizen sie aber ebenfalls mit teurem Strom. Entscheidend sind Auslegung, Regelung, Gebäudestandard und der gewählte Stromtarif.

Wann lohnt sich der Umstieg auf eine Wärmepumpe?

Der Umstieg auf eine Wärmepumpe lohnt sich vor allem in gut oder gut sanierbaren Gebäuden mit mittlerem oder großem Heizbedarf und einer langfristigen Nutzungsperspektive. Durch die bessere Effizienz sinken die jährlichen Heizkosten deutlich, insbesondere mit einem passenden Stromtarif und eventuell Photovoltaikunterstützung. Ob sich die Investition rechnet, sollte mit einem Fachbetrieb oder einer Energieberatung im Detail durchgerechnet werden.

Wie verteile ich meine monatliche Acontozahlung sinnvoll?

Die monatliche Acontozahlung sollte realistisch zum erwarteten Jahresverbrauch passen, damit Nachzahlungen nicht zu hoch ausfallen. Wenn Sie gerade auf eine Stromheizung umgestellt, saniert oder den Anbieter gewechselt haben, ist es sinnvoll, nach einem Jahr die Abrechnung auszuwerten und das Aconto anzupassen. Viele Anbieter ermöglichen eine Anpassung der Teilbeträge – nutzen Sie diese Möglichkeit, wenn sich Ihr Verbrauchsverhalten geändert hat.

Quellen

Die folgenden Quellen waren zum Zeitpunkt der Erstellung online erreichbar und wurden für Fakten, Zahlen und Einschätzungen herangezogen:

 

WICHTIG: ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR – Sollten Ihnen Fehler im Text auffallen, gerne bei uns per Mail melden!