10 nachhaltige Life-Hacks & Tipps für dein Badezimmer

  • Lesedauer: 3 Minuten

Das Badezimmer ist der optimale Ausgangspunkt, um dein Leben umweltbewusster zu gestalten. Mit unseren 10 Tipps zeigen wir dir, wie du ohne viel Aufwand einen großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit machen kannst. So schonst du nicht nur die Umwelt und ihre Ressourcen, sondern auch deinen Geldbeutel.

© BAM! | Christopher Hanschitz

1. Tausch deine Plastikzahnbürste gegen eine aus Bambus

Wie? Du bekommst sie in allen gängigen Drogerien und Reformhäusern zu einem moderaten Preis.

Warum ist es nachhaltiger? Bambus ist einer der am schnellsten nachwachsenden Rohstoffe. Bis zu einem Meter wächst die Bambuspflanze am Tag. Außerdem ist sie biologisch abbaubar, während Plastik bis zu 450 Jahre auf unserem Planeten verweilt. Die meisten Bambuszahnbürsten kommen außerdem in Altpapierverpackung oder sogar gänzlich unverpackt.

 

© BAM! | Christopher Hanschitz

2. Nutz den Kaffeesatz vom Morgen zur Hautpflege

Wie? Direkt den morgendlichen Kaffeesatz verwenden oder zum Beispiel auf einem Backblech ausbreiten und trocknen lassen, damit er nicht schimmelt. Für ein Peeling kannst du den Kaffeesatz direkt auf der Haut anwenden oder, für eine reichhaltigere Pflege, mit Speiseöl mischen.

Warum ist es nachhaltiger? Du musst nichts kaufen und verwendest eine Ressource doppelt. Außerdem enthält das Kaffee-Peeling weder chemische Zusatzstoffe noch Mikroplastik und gibt den doppelten Wach-Kick.

 

© BAM! | Christopher Hanschitz

3. No-Poo – nein, es geht nicht um den Toilettengang

Wie?  Die No-Poo-Methode, kurz für No-Shampoo, ist ein Trend aus Amerika, bei dem man sich die Haare nur mit natürlichen Methoden wäscht und pflegt. Dazu gehören das Waschen ausschließlich mit Wasser, Shampoo aus Roggenmehl oder mit einer Apfelessig-Spülung.

Warum ist es nachhaltiger? Keine Chemie am Kopf heißt keine Chemie im Abwasser. Du vermeidest das Mikroplastik in Shampoo-Flaschen und unterstützt nicht die fragwürdige Kosmetikindustrie. Zusätzlich befreist du dein Haar in einem, zugegeben recht langwierigen Prozess, von chemischen Altlasten. Wenn dir das asketische Waschen nicht taugt, kannst du auch auf festes Shampoo oder Haarseifen umsteigen.

© BAM! | Christopher Hanschitz

4. Leg dir einen nachhaltigen Rasierer zu

Wie? Einen Rasierhobel, auch Sicherheitsrasierer genannt, bekommst du im Fachgeschäft, einigen Drogerien oder Unverpacktläden.

Warum ist es nachhaltiger? Zum einen bestehen die Klingen aus purem Metall, dass sich komplett recyceln lässt. Zum anderen halten sie deutlich länger und lassen sich beidseitig verwenden. So machst du weniger Müll und sparst Ressourcen.

Alternativ hörst du einfach auf dich zu rasieren. Mit Körperbehaarung liegst du gerade absolut im Trend.

 

5. Sei ein Klopapier-Pionier

Wie? Vom fünflagigen-rosa-kuschelweich Papier mit bedruckten Bärchen auf Recycling-Toilettenpapier umsteigen

Warum ist es nachhaltiger? Die Ressourcenverschwendung, die für Toilettenpapier anfällt, ist wirklich für’n Ar**h. Da die meisten von uns nicht gänzlich ohne Klopapier auskommen möchten, ist Recycling-Papier die Lösung: Hier können im Vergleich zum Standard-Papier bis zu 60% Energie und 70% Wasser in der Herstellung eingespart werden.

6. Benutz feste Seife statt Duschgel

Wie? Ob in der Drogerie, auf dem Markt oder in speziellen Seifenläden – Seifenstücke gibt es wirklich überall.

Warum ? Seifen enthalten, im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Duschgels, kein Mikroplastik. Die winzigen industriell hergestellten Partikel landen beim Duschen im Abwasser und können so auch in die Meere gelangen. Welche Schäden sie dort anrichten, ist noch nicht absehbar. Außerdem ist ein Seifenstück um ein Vielfaches ergiebiger als Duschgel. So bist du, das wusste schon Oma, auf der sauberen Seite.

© BAM! | Christopher Hanschitz

7. Menstruationstasse und Perioden Panty statt Tampons

Wie? Die Menstruationstasse gibt es in allen gängigen Drogerien und bald sogar im Discounter. Perioden Panties bekommt man online – seite neuestem sogar made in Austria.

Warum ist es nachhaltiger? Eine Frau verbraucht etwa 10.000 bis 17.000 Tampons in ihrem Leben. Das macht jede Menge Müll und kostet jede Menge Geld. Außerdem enthalten herkömmliche Tampons neben Bleichmittel auch künstliche Duftstoffe, Polyester und Kleber und können somit gesundheitsschädlich sein.

© BAM! | Christopher Hanschitz

8. Werde zur Deo-Diva 

Wie? Achte beim Deo-Kauf auf die Inhaltsstoffe. Zu den No-Gos sollte nicht nur Aluminum zählen, sondern auch Mineralöle, Konservierungsstoffe und Weichmacher.

Warum ist es nachhaltiger? Mal ganz abgesehen davon, dass die oben genannten Stoffe Krebs, Leber- oder Nierenschäden hervorrufen können, brauchen herkömmliche Spray-Deos Treibgase, die auf Erdöl basieren. In deklarierter Naturkosmetik sind diese Stoffe nicht erlaubt. Alternativ kannst du dein Deo aus einfachen Hausmitteln selbst herstellen.

 

9. Sag “Baba!” zu deiner Standard-Bodylotion

Wie? Wechsel von herkömmlichen Lotions zu Naturkosmetik oder Ölen

Warum ist es nachhaltiger? Viele herkömmliche Lotions enthalten Silikone und Parabene. Silikone bestehen anteilig aus Erdöl. Das hat nicht nur einen großen Anteil an der Klimaerwärmung, es verpestet auch Meere und Flüsse.
Parabene wiederum stehen immer wieder im Verdacht krebserregend zu sein und können zu hormonellen Veränderungen führen. In der Naturkosmetik dürfen diese Stoffe gar nicht erst verwendet werden.

 

10. Pulver oder Pille – das ist hier die Frage

Wie? Als Alternative zur Zahnpasta kannst du auf Zahnputzpulver oder Zahnputztabletten zurückgreifen. Beides findest du in Drogerien, Reformhäusern oder Unverpacktläden.

Warum ist es nachhaltiger? Ö3 hat in einem Experiment Mikroplastik aus Zahnpasta herausgefiltert. Nur so viel: Wenig ist es nicht. Dieses Mikroplastik landet nicht nur im Abwasser, sondern vor allem in unseren Körpern. Zahnputzpulver und -tabletten hingegen kommen ganz ohne Plastik aus – auch bei der Verpackung.

 

Mit unseren Tipps für ein nachhaltiges Badezimmer tust du nicht nur der Umwelt einen Gefallen, sondern auch deiner Gesundheit. Damit die wertvollen Ressourcen nicht einfach in der Tonne landen, solltest du die Produkte, die du noch daheim hast, aber erst aufbrauchen oder spenden. So kannst du die Umstellung schrittweise machen und dich langsam an eine neue Badezimmer-Routine gewöhnen.