Diese 3 österreichischen Social Businesses beenden unsere Sätze und sagen uns, wie sie die Welt verbessern

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Social Entrepreneurship ist auf dem aufsteigenden Ast und es fand in letzter Zeit ein Paradigmenwechsel in der Unternehmenswelt statt. Angefangen von Großkonzernen bis hin zu kleinen Start-Ups – Unternehmen sehen sich selbst nicht mehr als ‚Unternehmen‘, sondern vielmehr als Problemlöser, die die Welt und die Gesellschaft verbessern wollen. Wir haben 3 österreichische Social Businesses, die auch die Finalist*innen des diesjährigen Finance for Social Change (F4SC) Wettbewerbs, der im Rahmen der Social Impact Banking Initiative der Bank Austria stattfindet zu ihren Visionen und ihrer Motivation befragt.

Bettina Steinbrugger ist Gründerin und CEO von ‘erdbeerwoche’, dem ersten auf Menstruation spezialisierten Social Business aus Österreich.

© Erdbeerwoche

Die Idee zur erdbeerwoche kam uns, als… wir zufällig über die Pressemeldung eines Bio-Tampon-Herstellers stießen.

Mit der erdbeerwoche wollen wir Frauen… einen selbstbestimmten und wertschätzenden Umgang mit ihrem Zyklus und ihrem Körper ermöglichen und Menstruation in unserer Gesellschaft als etwas Natürliches verankern. 

Gründerin zu sein, heißt für mich… nicht darauf zu warten, dass sich die Dinge von selbst ändern, sondern aktiv für eine positive Veränderung unserer Gesellschaft und unseres Planeten einzutreten. 

Das Wichtigste, das ich im Leben bisher gelernt habe, ist… nicht aufzugeben, wenn man an eine Sache glaubt und sich nicht entmutigen zu lassen.

Der Wettbewerb bedeutet für uns… einen wichtigen Schritt weiter gekommen zu sein und hoffentlich noch zu kommen.

Für die Zukunft wünsche ich mir… dass endlich alle Menschen erkennen, in welch kritischer Lage sich unser Planet befindet und ihren Beitrag dazu leisten, um diese Welt ein Stück nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten.

© Erdbeerwoche

Niko Bogianzidis ist Geschäftsführer von ÖKlo. Er und sein Team haben mit den ÖKlos das erste Komposttoiletten-Unternehmen Österreichs gegründet.

© ÖKlo

Die Idee zum ÖKlo hatte ich, als… wir ein Festival zum sechsten Mal veranstaltet haben und ich mich/wir uns so vor den Plastik-Toiletten gegraust haben.

Die beste Rückmeldung, die ich zum ÖKlo mal bekommen habe, war… vermutlich als ein ganzer Campingplatz am letzten Tag zu applaudieren begann, als wir die Toiletten zum letzten Mal gereinigt haben. 

Das Coolste am ÖKlo ist… das Team dahinter und die Möglichkeit die Abfälle tatsächlich zu 100% wieder aufzubereiten und zu verwerten.

Ein Unternehmen zu gründen, war für mich… immer ein Traum. 

Der Wettbewerb bedeutet für mich… dass der Fokus nicht nur auf der Wirtschaft, Zahlen und Leistung liegt, sondern auch auf den Menschen.

Mit meinem Business will ich irgendwann noch… einem Entwicklungsland weiterhelfen, einem Katastrophengebiet helfen und Menschen, die es sich leisten können, ihre eigenen Fäkalien wieder zurück zu verkaufen.

© ÖKlo

Hannah Lux ist Geschäftsführende Gesellschafterin und Mitgründerin der Vollpension, einem Generationencafé mit zwei Standorten in Wien. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen bringt sie Alt und Jung zusammen und kämpft so gegen Altersarmut und Einsamkeit

Zur Vollpension kam es, als… Moriz Piffl und Mike Lanner, die Ideengeber zur Vollpension, bei einem zu trockenen Stück Kuchen in einem Wiener Kaffeehaus in der Erinnerung an die Backkünste an ihre Omas und Opas hängen blieben. 

Ein Generationencafé ist heute besonders wichtig, weil… es in einer Zeit von steigender Alterseinsamkeit gerade im urbanen Raum und einer wachsenden Anzahl älterer Menschen gezielt mehr Orte braucht, wo Alt und Jung auf Herzensebene und Augenhöhe miteinander in Kontakt kommen.

Das Beste an der Vollpension ist… unser Miteinander und der Schmäh, der uns nie ausgeht.

BAM! | Katharina Koberger

Ein Unternehmen zu leiten, bedeutet für mich… das große Privileg zu haben, unsere Welt proaktiv und positiv mitzugestalten.

Der Wettbewerb bedeutet für mich… eine Möglichkeit, dass noch mehr Leute von unserer Vision und unserem kunterbunten Generationentreiben erfahren und wir vielleicht noch mehr Unterstützer*innen in dieser schwierigen Zeit gewinnen können. 

Der beste Kuchen, den ich je gegessen habe, war… die Mandel-Joghurt-Torte von meiner Oma in Ischl. 

BAM! | Katharina Koberger

Am Montag, den 23.11.2020 findet das Online-Pitch-Event des Finance for Social Change Wettbewerbs statt, bei dem alle drei österreichischen Finalist*innen teilnehmen. Und auch du kannst online dabei sein, indem du dir ein gratis Ticket checkst!