13 Tipps, wie du dein erstes Vorstellungsgespräch über einen Video-Call meisterst

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Laptop-Akku leer, Probleme mit der Konzentration und ein unpassendes Outfit? Das klingt nach einer ziemlich Horrorkombi, oder? Noch schlimmer es aber, wenn dir das alles während eines Vorstellungsgespräches über einen Video-Call (die ja aufgrund von Wir-wissen-wem gerade sehr gängig sind) passiert. Lässt sich aber alles Gott sei Dank vermeiden. Wie? Das wollen wir dir mit unseren 13 Tipps zeigen.

1. Gib deiner Familie oder deinen Mitbewohner*innen vorab über dein Gespräch Bescheid

Der Tag und die Uhrzeit für deinen Videocall mit deinen potenziellen Arbeitgeber*innen stehen. Nun geht es darum, die perfekten Bedingungen dafür zu schaffen. Wenn du nicht alleine wohnst, gib deiner Familie oder deinen Mitbewohner*innen vorab kurz Bescheid, dass du ein Vorstellungsgespräch hast. So kannst du Lärm aus anderen Räumen oder ein überraschendes Hereinplatzen in dein Zimmer vermeiden.

Zusatz-Tipp: Wenn vor deiner Wohnung oder deinem Haus eine laute Straße oder eine Baustelle ist, quartiere dich für die Dauer des Gespräches bei Freund*innen oder Verwandten ein. So kannst du sicher gehen, dass du deine Ruhe hast und nicht vom Lärm unterbrochen oder übertönt wirst. 

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2. Such dir den perfekten Spot in deinem Raum aus

Es ist nicht automatisch gesagt, dass du dich vor eine sterile, weiße Wand für dein Video-Vorstellungsgespräch setzen musst. Gewisse Dinge wie etwa Pflanzen oder eine Kamera, die hinter dir im Regal platziert ist, können gute Eisbrecher für das Gespräch sein.

Eine unaufgeräumte Küche, ein ungemachtes Bett oder das Katzenklo im Hintergrund kommen hingegen leider weniger gut an. Schau einfach, dass dein gewählter Platz aufgeräumt und professionell (oder in manchen Fällen auch kreativ) aussieht. Dann kann eigentlich nichts schiefgehen.

 

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3. Sorge für ausreichend Licht

Okay, du hast dir nun deinen Platz ausgesucht, nun geh auf jeden Fall sicher, dass ausreichend Licht vorhanden ist. Schließlich will dein Gegenüber dich ja kennenlernen und somit auch sehen. Falls nicht ausreichend Tageslicht vorhanden ist, hilf dir mit Lampen aus.

Zusatz-Tipp: Vermeide hartes Licht aus Neonröhren. Verwende stattdessen warmes Licht, das nicht direkt von oben oder vorne auf dein Gesicht scheint, sondern eher seitlich und von weiter weg kommt. Setze dich auch nicht direkt vor ein Fenster (also so, dass das Fenster hinter dir ist), weil die Kamera sonst das ganze Licht von draußen aufnimmt und du selbst abgedunkelt wirst.

4. Mache vorab einen “Soundcheck”

Um zu sehen, ob die Tonqualität deines Gerätes ausreicht, mache vorab am besten mit einem Freund oder einer Freundin einen Test. Falls du schlecht hörbar sein solltest, hast du so immer noch Zeit, auf ein anderes Gerät zu wechseln oder dir ein externes Mikro oder Headset zu besorgen oder auszuleihen. 

Zusatz-Tipp: Du solltest bei einem Video-Gespräch immer Kopfhörer verwenden. Die Qualität des Mikros deiner Kopfhörer ist im Normalfall nämlich besser als die deines Laptops. Versuche auch auf jeden Fall während des Gesprächs langsam zu sprechen, dadurch versteht man dich durchs Mikro wesentlich besser. 

5. Überlege dir ein zum Job passendes Outfit

Wähle dein Outfit so, wie du es auch bei einem Bewerbungsgespräch vor Ort machen würdest. Ein professionelles und zum Job passendes Outfit ist Pflicht. Bewirbst du dich bei einer Bank, sind Bluse oder Hemd die beste Wahl. Wenn du dich bei einem Sport-Start-Up vorstellst, kannst du auch etwas legerer auftreten. Auf verrückte Muster solltest du aber verzichten, denn diese sehen auf dem Bildschirm oftmals komisch aus. 

Zusatz-Tipp: Oben Business, unten casual solltest du bleiben lassen. Denn, was ist, wenn du während des Gespräches (aus irgendeinem Grund) aufstehen musst? Du willst sicher nicht, dass irgendjemand dann deine Jogginghose sieht, oder?

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6. Teste dein Auftreten vor der Kamera im Vorhinein

Bei einem Gespräch übers Internet kannst du Mimik und Gestik vielleicht nicht ganz so gut rüberbringen wir vor Ort. Schau dir deshalb vorab an, wie du auf der Kamera rüberkommst. Überlege dir, wo du deine Hände platzierst (auf dem Tisch), wie du dich hinsetzt (gerade) und wie du am besten zu sehen bist (mittig). Nimm dich auch vielleicht einmal im Vorhinein auf und analysiere dann deine Performance, um sie fürs echte Gespräch noch zu verbessern.

Zusatz-Tipp: Bei Video-Calls tendieren wir schnell dazu, am Bildschirm auf uns selbst zu schauen oder auf unsere*n Gesprächspartner*in. Du solltest dich aber wirklich darauf konzentrieren in die Kamera zu schauen. Denn das kommt “Augenkontakt” am nähesten. Platziere deinen Laptop dafür mithilfe von ein paar Büchern etwas höher, sodass die Kamera auch wirklich auf gleicher Höhe mit deinen Augen ist. 

 

7. Mach dich mit dem verwendeten Programm vertraut

Sei es Zoom, Microsoft Teams, Google Hangouts, Skype oder ein anderer Video-Call-Dienst – mach dich damit vorab vertraut. Lade dir, wenn nötig, die App bzw. das Programm schon vorab herunter und probiere sie einmal mit Freund*innen aus. Checke alle Funktionen aus und verschaffe dir so einen Überblick. 

Zusatz-Tipp: Logge dich beim Gespräch schon 10 Minuten vorher ein, um entspannt reinzustarten. Somit hast du sonst bei technischen Problemen auch noch genügend Zeit, dich damit auseinanderzusetzen.

 

8. Hab keine Panik wegen der Technik, aber sei vorbereitet

Ein technisches Problem kann während eines Video-Bewerbungsgespräches immer auftauchen. Es gibt aber ein paar Dinge, die du vorab tun kannst, die diese minimieren bzw. dir gleich Lösungen bieten. Gehe zum Beispiel sicher, dass der Akku deines Laptops aufgeladen ist und dass alle Updates installiert sind. Schalte auch die Signaltöne deines E-Mail-Programms oder verschiedener Chat-Apps ab, die du auf deinem Computer installiert hast. 

Zusatz-Tipp: Lass dir auf jeden Fall auch die Handynummer deiner potenziellen Arbeitgeber*innen geben, um im Falle eines Internetproblems dort anzurufen und das Gespräch fortzuführen.

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9. Bring dich in die richtige Stimmung

Wenn du lange zuhause bist, kann es schon vorkommen, dass deine Stimmung nicht die beste ist oder du dich müde fühlst. Das ist ganz normal, deine potenziellen Arbeitgeber*innen sollten davon allerdings nichts mitkriegen.

Um dich in eine positive und energiegeladene Stimmung zu bringen, kannst du vor dem Bewerbungsgespräch ein paar Hampelmänner machen, einmal ums Haus laufen oder vielleicht einfach mal locker und ausgelassen tanzen (das tut dir nämlich auch so ganz gut). Das lässt dein Energielevel auf jeden Fall nach oben schnallen. 

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10. Schreib dir einen Schummelzettel

Einer der größten Vorteile von Video-Call-Bewerbungsgesprächen ist der, dass dein Gegenüber nicht sieht, was vor dir ist. Du kannst also ohne Bedenken ein Post-It mit ein bis zwei wichtigen Fragen oder etwas, das du im Gespräch auf jeden Fall loswerden willst, direkt auf deinen Screen kleben. Sie werden’s nie erfahren. 

Zusatz-Tipp: Lege dir auch deinen Lebenslauf und dein Motivationsschreiben ausgedruckt auf den Tisch. Du wirst davon nichts ablesen oder nachschauen, aber es da zu haben, wird dir ein sicheres Gefühl geben. 

11. Leg dir Stift und Notizzettel bereit

Vielleicht wird im Gespräch etwas erwähnt, das du dir gerne mitschreiben möchtest. Anstatt dann am Computer nervös herumzutippen, um ein Word-Dokument zu öffnen oder in deinen Schubladen zu kramen, um Stift und Papier zu finden, lege dir das einfach vorab schon alles zurecht.

12. Bleib konzentriert und aufmerksam

Wenn dein Gegenüber spricht, nicke zwischendrin immer wieder oder lächle. Das signalisiert, dass du voll da bist und das Gesagte mitbekommen und verstanden hast. Du kannst auch – wenn du das Gefühl hast, es passt – immer wieder dezente Gestiken machen, wie etwa eine Handbewegung. Versuche auf jeden Fall konzentriert zu bleiben und deine Gesprächspartner*innen davon zu überzeugen, dass ihnen deine ganze Aufmerksamkeit gebührt.

13. Beende das Gespräch, indem du dich bedankst

Oft ist es bei Videocalls der Fall, dass man am Ende dann noch „dranbleibt“ und nicht weiß, wie es weitergeht. Eine klassische „awkward“ Situation entsteht. Wie auch bei einem Bewerbungsgespräch vor Ort, bedankst du dich dann am besten für die Zeit deines Gegenübers und für die Möglichkeit dich vorzustellen. Du kannst 24 Stunden nach dem Call auch noch eine Dankes-E-Mail schicken, in der du nochmal betonst, warum du dich für den Job so sehr interessiert und ein guter Match wärst. 

Zusatz-Tipp: Du kannst dazu auch nochmal etwas auffassen, das du im Gespräch mit deinen potenziellen Arbeitgeber*innen besprochen hast. Das macht deine Dankes-E-Mail nochmal persönlicher. 

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Du wirst sehen, ein Bewerbungsgespräch über einen Video-Call ist halb so schlimm und mit diesen Tipps bist du auf jeden Fall bestens vorbereitet.

Über Nadine

Laut Verwandten und Bekannten die wienerischste Salzburgerin, die es gibt. Zwar nicht immer grantig, dafür aber immer hungrig, ist sie seit einigen Jahren im Agenturbereich tätig und jetzt hier bei BAM!. Abseits des Schreibtisches findet man sie in den Bergen, im Wald oder in Portugal, und das nie ohne Kamera.